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Bedeutungsvolle Leerstellen Zeitschrift: „Der Schock des 11. September - Das Geheimnis des Anderen - von „Lettre international" |
Die Bilder des einstürzenden World Trade Center waren die Fortsetzung des Terror-Anschlags mit anderen Mitteln: in Endlosschleifen über die TV-Schirme geflimmert, haben sie sich ins Bewusstsein der Menschen eingebrannt und den brutalen Anschlag auf Lebenszeit in der Erinnerung verankert. Kann man mit Bildern auf diese eiskalte Inszenierung überhaupt antworten? 29 Künstlerinnen und Künstler haben es versucht -auf Einladung der in Berlin erscheinenden Kulturzeitschrift „Lettre international".
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Kann man mit Bildern
auf Terroranschläge antworten? 29 Künstler haben es versucht. Unter den Ergebnissen:
Marina Abramovic' „yes-no", Roberto
Cabots „anti-ikarus" und Hans Haackes Entwurf für eine Plakataktion
| Unter dem Titel „Der Schock des 11. September - Das Geheimnis
des Anderen" versammelt
das Heft 55 (IV/2001; bis Mitte März am Kiosk) unter anderem Beiträge von Jörg Immendorff, Robert Longo, Michelangelo Pistoletto
und Rebecca Horn. Den Titel des Magazins
gestaltete der 1963 in Rio de
Janeiro geborene Rober to Cabot: Ein Flugzeug am Himmel,
leicht verschwom men im Dunst freundlicher, blauweißer Wolken. Harmlos
an sich, doch mit dem Wissen um den 11. September plötz lich bedrohlich.
Der deutsche, in New York lebende Künst ler Hans Haacke, 65, entwarf ein
Poster, aus dem die Silhou etten der Zwillingstürme aus gestanzt
sind. Im Stadtraum von New York plakatiert, ge winnen alltägliche Annoncen
durch die „Leerstellen" hin durch
an Bedeutung. Und Ma rina Abramovic, 55, aus Bel grad stammende
Künstlerin mit Wohnsitz in Paris und
Amsterdam, lieferte mit ihrer Zeichnung
den Titel der Akti on: Das „Geheimnis
des Ande ren" beginnt im Kleinen und schließt alle Unterschiede
mit ein. Und wenn man sich auf den Kopf
stellt: Das Nicht-Ver- stehen
bleibt.
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